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Mathestreber vor!
Gast
101
19. August 2017 - 21:51

Die komplette ZX-Bremse und das Vorderrad übernehmen geht nicht? Weil die Radgröße ist doch gleich, oder hab ich das grad falsch auf dem Schirm?

Gast
102
19. August 2017 - 22:22

zx bremssattel passt an die k12 und der vorderreifen passt auch,nu muss die kiste nur wieder ganz zusammen geschraubt werden.....hatte ich heute nachmittag keine zeit mehr für ....sauersauer sieht nu aus wie gewollt und nicht gekonnt *schnüff

Gast
103
20. August 2017 - 17:53
Es ist schon ärgerlich, da denkt man, dass man den Roller für die Reise fertig hat und dann passiert sowas:
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Ein Missgeschick beim Rangieren mit der Ape hat leider dem Zusatzrücklich das Leben gekostet. Eigentlich wollte ich ja mit den beiden Lampen aus der Wühlkiste die Tour bestreiten und dann in Ruhe eine Dauerlösung finden, aber gut, das sollte halt einfach nicht so sein.
 
Das Hauptproblem war nur, dass die beiden Zusatzleuchten natürlich Löcher im Topcase hinterließen.
02.jpg

Ein Umstand, der einmal mehr den Einsatz von Blechresten und Popnieten bedeutete.

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Das Stahlblech ist zusätzlich mit Karosseriedichtmasse angeklebt, somit sollte das eigentlich dicht sein. 
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Dran ist jetzt ein "Koso Nano" Miniaturrückicht. Trotz der geringen Größe ist das Ding sehr hell und völlig ausreichend. Das es zudem dank LED-Technik die Rollerelektrik entlastet ist natürlich auch nicht schlecht. 
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Nachdem das Rücklicht dran war, habe ich noch die Kabelführung im Inneren des Topcase mit Karosseriemasse abgedichtet und dann alles abgeklebt. Denn am Klingonenkreuzer will ich eigentlich keinen Rostlook haben. Das verzinkte Blech wurde darum mit Aluspray angeglichen. 
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Auf dem Foto sticht es mehr raus als in Wirklichkeit. Mir gefällt das so, das ist jetzt eben die Dauerlösung, die eigentlich erst nach der Tour dran sollte. Hoffentlich ist jetzt aber wirklich Feierabend mit Neosschrauben vor der Tour. 
 
 
Gast
104
23. August 2017 - 17:18
Ich machs erstmal kurz: Der Grund für die heutige, aus technischer Sicht völlig unnötige, Aktion ist die pure Eitelkeit. Der Anblick der Front meines Neos war einfach unerträglich geworden. Darum bin ich heute nach Feierabend kurz zur Werkstatt rausgefahren.
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Auf dem Weg dorthin habe ich den Roller noch gewaschen, das war einfach nötig und zudem als Vorbereitung für die heute geplante Aktion hilfreich.
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Es sollte nämlich der Frontmaske an den Kragen gehen. Für den Umbau mit dem Frontträger hatte ich ja die alte Maske zerschnitten, die bei dem Unfall vor ettlichen Jahren dabei war. Deshalb fehlten ihr nicht nur einige Halter, sondern sie war auch total zerschrammt. Auf den Fotos kommt das nicht rüber, aber in Wirklichkeit sah das Ding einfach schrecklich aus. In Verbindung mit dem zu groß geratenen Ausschnitt für den Frontträger wirkte das total schäbig. Eigentlich hatte ich ja vor, das während der Tour zu ertragen, aber ich habs einfach nicht ausgehalten. 
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Zunächst musste natürlich das Loch kleiner werden. Eine Pappschablone half da bei der Formfindung. 
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Die endgültige Lösung ist, wieder einmal, ein Stück Wohnwagenblech. Passend zugeschnitten und aufgenietet verschließt es die Öffnung und kann, wenn es wirklich notwendig ist, entfernt werden. Die Frontmaske lässt sich aber auch so montieren.
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Anschließend habe ich den Scheinwerfer ausgebaut, die Aufkleber abgekratzt und das ganze Ding abgeschliffen. Dabei verschwanden zum Glück auch die meisten Schrammen und es war eine saubere Basis für neuen Lack vorhanden.
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Der schwarz-silberne Zweifarblook gefällt mir ja sehr gut, also warum soll das nicht auch während der Tour so sein? Schwarzen Lack hatte ich zudem noch da, also drauf damit. 
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Wieder zusammengebaut überzeugt das Ergebnis. Damit kann ich jetzt leben. Optisch deutlich angenehmer und bei weitem nicht so verwüstet wirkt die Front wieder stimmig und passt zum Rest. Es sind ebend manchmal doch die kleinen Dinge, die den Unterschied machen.
Gast
105
4. September 2017 - 23:04

 

 
Nach dem unfreiwilligen Tauchgang am Freitagmorgen stand der Klingonenkreuzer zum Trocknen in der Werkstatt. Zeit sich den Bock vor zu nehmen und Bestandsaufnahme zu machen.
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Immerhin war der Roller tatsächlich soweit getrocknet, dass ich ihn weitere Probleme an ihm arbeiten konnte. Erfreulich war auch, dass der Motor keinen äusserlich sichtbaren Schaden aufwies. Durchdrehen ließ er sich jedoch immer noch nicht. 
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Es ist in solchen Fällen nicht sinnvoll, großartig herumzustochern. Also Nägel mit Köpfen und raus mit dem Motor. 
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So lässt sich viel angenehmer am Triebwerk arbeiten. Wobei der erste Arbeitsschritt das Abnehmen von Ansaugstutzen und Membranblock war. 
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Tatsächlich befand sich Wasser in der Kurbelkammer, jedoch wesentlich weniger als befürchtet. Druckluft sorgte hier schnell für Trockenheit und etwas Sprühöl für den Rostschutz. 
 
Zu diesem Zeitpunkt war dann auch klar, dass die Kurbelwelle zu gut aussieht um wirklich einen Wasserschlag bekommen zu haben. Mir kam dann eine Idee, die zum Schadenshergang als auch zur Tatsache des blockierten Motors passt. Um diese Theorie zu prüfen, musste zunächst der Antrieb raus. Anschließend verließ auch der Anlasserfreilauf seinen Arbeitsplatz und siehe da, ich hatte recht. 
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Der Motor hatte mit ziemlicher Sicherheit Wasser angesaugt, dieses hat dann, den physikalischen Gesetzen folgend, den Weg des geringsten Widerstandes beschritten. Dieser führte in diesem Fall glücklicherweise über die Wellendichtringe. Der antriebsseitige hängt zur Hälfte aus seinem Sitz, wie das Foto schön zeigt. Dies genügte um den Anlasserzahnkranz und damit auch den Motor zu blockieren. Ohne den Zahnkranz lässt sich der Motor wieder frei durchdrehen.
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Ein nächster, jetzt schon sehr hoffnungsvoller, Blick ging dann in den Auslasschlitz. Man sieht, dass der Kolben eine leichte Klemmspur aufweist, diese stammt jedoch aus der Einfahrzeit und ist völlig unkritisch. Der nächste Schritt war dann ein Kompressionstest, dessen Ergebnis mehr als nur zufriedenstellend war. Mechanisch scheint der Motor den Tauchgang unbeschadet überstanden zu haben. 
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Ob es den Wellendichtring auf der Zündungsseite ebenfalls herausgepresst hat konnte ich dann aber nicht prüfen, denn mein Polradabzieher ist verschwunden. Zusammen mit den Ersatzteilen gibt es daher einen neuen. Immerhin konnte ich die Elektrik des Rollers testen. Die Zündgrundplatte hat einen Windungsschluss in der Ladespule und ist damit Schrott, gleiches gilt für die Batterie die scheinbar einen Zellenschluss erlitten hat, außerdem waren sämtliche Sicherungen durchgebrannt. Mit neuen Sicherungen und einer anderen Batterie funktioniert die Elektrik des Rollers wieder, die Zündgrundplatte wird im Zuge der Neuabdichtung gewechselt, normalerweise sollte der Roller dann wieder laufen.
 
Jetzt heißt es erst einmal auf die Ersatzteillieferung warten.
 
 
Gast
106
5. September 2017 - 17:24
Der moderne Versandhandel ist schon was Tolles, gestern bestellt, heute geliefert. Ein Service der fast immer klappt und an den wir uns wohl schon etwas zu sehr gewöhnt haben. Manchmal freue ich mich aber trotzdem darüber. 
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Unter anderem kam natürlich der neue Polradabzieher. Weshalb ich mir dann auch als Erstes den Wellendichtring auf der Zündungsseite vorgenommen habe. 
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Zugegeben, ich war etwas überrascht zu sehen, dass der Ring in relativ gutem Zustand war. Die leichten Ölspuren sind eher ein Zeichen dafür, dass dieser Ring schon ziemlich lange eingebaut war. Offenbar war die Antriebsseite hier das schwächste Glied in der Kette. 
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Wenn man aber schon dabei ist, dann gibts natürlich auch hier einen neuen WeDi. Sogar im schicken Poliniblau, das alleine sollte den Roller mindestens 5km/h schneller werden lassen. 😉
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Nachdem die neue Zündgrundplatte eingebaut und alles wieder verschraubt war, habe ich den Motor umgedreht und den alten WeDi auf der Antriebsseite gezogen. Im Bild sieht man schön den Zustand beider Dichtringe. Der antriebsseitige (rechts) ist sichtbar mechanisch beschädigt, eine Folge des anreibenden Anlasserantriebs. 
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Mit dem neuen, dank der vielen Schmierrückstäned im Antriebskasten nicht mehr ganz so blauen, WeDi sollte auch hier wieder alles in Ordnung sein.

06.jpg

 

Zeit den Motor zusammen zu bauen und in den Roller zu hängen. Leider folgte darauf die Ernüchterung, denn der Motor sprang einfach nicht an. Immerhin, er saugt wieder an und die Zündkerze wird nass, im Kurbelkasten stimmt also alles wieder. Es blieb nur eine Option und um diese zu prüfen, musste der Motor seinen Arbeitsplatz wieder verlassen. 
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Nachdem der Zylinder gezogen war bestätigte sich mein Verdacht. Das Kolbenhemd ist im Bereich der Kolbenfenster auf der Einlasseite gerissen und aufgepilzt. "Mushrooming" nennen die Amerikaner das, ein ziemlich fieser und relativ seltener Schaden, der aber bei Wasserschlägen vorkommen kann. Dadurch hat sich der Kolben einlasseitig gefressen und den Zylinder zerstört.
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Wieder ein Häufchen Edelschrott für die Tonne, Zeit für einen neuen Zylinder, dann sollte der Klingonenkreuzer das Trockendock wirklich wieder verlassen können. 
 
 
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538 Posts
(Offline)
107
5. September 2017 - 19:32

Hallo Markus,

da komme ich aus dem Staunen nicht raus. Ich hatte 24 Herkules Maschinen, wie du weist 2 Takter ( https://de.wikipedia.....s_K_125_BW)  im Bataillon. Die wurden regelmäßig mal aus Unwissenheit oder auch aus Frust versenkt. Hat aber nie was genutzt. Liefen weil Öl Wasser verdrängt. Was einen alten TO wie mich immer diebisch freute. Rest durfte der Soldat dann am WE putzen.

Mal zur Unfallflucht. Es gibt Cargo Listen. Da sind die Touren auf die Minute nach zu verfolgen. Anzeige bei der Polizei. Ort, Uhrzeit. Wenn Maut Straße ist das noch einfacher.   

"Dumm ist nur der, der zweimal über den gleichen Stein stolpert"

Gast
108
5. September 2017 - 21:26

Die BW-Hercules sind für Wasserdurchfahrten gebaut. Die Teile haben entsprechend abgedichtete Luftfilter, da kann nicht viel passieren wenn die absaufen. Außerdem bezweifle ich, dass die Teile mit hoher Drehzahl ins Wasser gerauscht sind. Abgesehen davon sind das Direktansauger, die zusätzlich nochmal unempfindlicher als kurbelgehäusegespülte Motoren sind, denn eindringendes Wasser löscht hier zuerst den Zündfunken und wird dann umgespült, beim Minarellimotor im Neos hast du diesen Effekt nicht. Der Neos hat zudem einen relativ offenen Luftfilter und eine hoch verdichtende Vollwangenwelle, kein Vergleich zu so einem "Bulldogmotor". 

Was die Unfallflucht angeht: das ist eine Strecke mit extrem viel Verkehr, da fahren alle paar Minuten Trucks durch, es ist sicher nicht mehr nachvollziehbar wer das war. Und selbst wenn, dann kriege ich maximal den Zeitwert der Maschine, das sind bei dem Haufen keine 100€. Ob der Fahrer eine Strafe bekommt oder nicht ist mir scheißegal, davon habe ich nichts. Allerdings habe ich auch keine Lust wertvolle Lebenszeit damit zu verbringen, mich vor irgendwelchen Bullen zu erklären (denen solche Vorfälle tendentiell komplett am Arsch vorbei gehen) oder mit Versicherungen herumzuschlagen, wenn es sich schlicht nicht lohnt.

Gast
109
11. September 2017 - 22:50
Kaum aus Sachsen zurück, schon wieder in der Werkstatt. Der Grund war einfach: Der neue Zylinder für den Klingonenkreuzer war zwischenzeitlich gekommen und ich wollte ihn unbedingt heute noch einbauen. 
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Aufmerksamen Lesern wird auffallen, dass hiermit auch gleich eine Änderung verbunden ist. Statt Naraku steht auf dem neuen Kit Airsal. Der Grund dafür ist primär, dass der Narakusatz aktuell nicht lieferbar war. Den Airsalzylinder kenne ich zudem aus der Vergangenheit als robusten und sauber laufenden Gesellen, also eigentlich ideal für den Neos. 
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Eine schöne Eigenschaft des Airsalkits sind die sehr tief liegenden Nuten der Kolbenclips. Dadurch sind diese gut geführt und lassen sich leicht einbauen. Die Dichtungen sind jedoch eindeutig für Motoren mit M6 Stehbolzen geschnitten worden. Das manche Minarelliversionen M7 haben ist offenbar noch nicht zur Firma Airsal vorgedrungen, aber auch solche Probleme lassen sich überwinden. 
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Mit dem neuen Zylinder ist der Motor auch wieder bereit zum Einbau. Ein Vorgang den ich in den letzten Monaten leider ausreichend oft geübt habe. Ehrlich gesagt hoffe ich, dass der Treibling jetzt mal eine Zeit lang bleibt wo er hingehört.
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Tatsächlich sprang der Motor zunächst nicht an, was ich aber erwartet hatte. Denn die eingebaute Vergaserbedüsung war eben für den deutlich schärferen Naraku. Vorläufig auf Originaldüsen zurückgebaut sprang der Motor sofort wieder an, abgestimmt werden muss das jetzt dann sowieso nochmal. Allerdings machen Testfahrten ohne Auspuff keinen Sinn und genau da liegt das nächste Problem: Der Topf passt nicht mehr. Es hat fast den Anschein, als habe sich der Auspuff beim Unfall verzogen, jedenfalls bin ich jetzt wieder da, wo ich mit dem Poliniauspuff angefangen habe: schlechte Passform und massive Dichtungsprobleme. 
 
Heute Abend hatte ich weder Zeit noch Lust mich darum zu kümmern. Das grundsätzliche Wissen, dass der Klingonenkreuzer wieder läuft reicht mir erstmal. Um den Auspuff kümmere ich mich zu gegebener Zeit. Eventuell fliegt der Polini auch komplett weg, weil wirklich zufrieden bin ich mit dem Ding ja eh nicht. Jetzt, da die große Tour abgeblasen ist, habe ich ja Zeit den Roller ordentlich zu machen. Nächster wichtiger Schritt wäre erstmal der Baron, aber der sitzt aktuell noch auf dem Anhänger fest, hoffentlich kommt die Bremstrommel bald. 
 
Ach ja: Rollergefahren wird natürlich auch wieder, der Zip hat den Sommerschlaf beendet und steht bereit. Mit etwas Glück gelingt es mir ja vielleicht, mit dem Winterroller eine kleine Tour zu fahren ohne dabei fast zu sterben.
Avatar
Franz
Nähe Graz

207 Posts
(Offline)
110
12. September 2017 - 13:20

Hallo

Alles gut überstanden (gleich 2 Unfälle) und Alles wieder gut hinbekommen, Gratulation, dass der Roller wieder läuft, und du bereit bist mit dem zip wieder zu fahren.  Bremstrommel wird schon kommen.(Man kann ja nie genug Roller haben lachen)roller

Viele Grüße  FRANZ

-------------------------------------------------------------------------------------------------

HONDA FREEWAY 250

Zwar kein richtiger Sloowrider mehr

aber doch eng verbunden.

Gast
111
12. September 2017 - 14:35

Die Bremstrommel war heute in der Post. Mit etwas Glück wird das morgen was, dann hab ich einen Helfer. Alleine krieg ich den Baron nicht vom Anhänger ...

Mit dem Zip bin ich schon ein bissl rumgerollert, das ist schon ein gutes Gefühl, wenn man auf eigener Achse nach Hause kommt 😉

Gast
112
21. Oktober 2017 - 17:28
Heute hatte ich endlich Zeit, mich um den zwischenzeitlich gelieferten Auspuff zu kümmern. Als (vorläufigen ?) Ersatz für den Polini hatte ich ja wieder einen 30€-Chinaauspuff bestellt. 
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Das Neuteil habe ich mir heute zum ersten Mal genau angesehen. Die Verarbeitungsqualität ist diesmal besser als beim letzten Chinatopf, die werksseitige Delle im Hitzeschild ist bei dieser Preisklasse zu verschmerzen. 
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Am Roller habe ich also zunächst den Polini abmontiert. Was mit diesem genau passieren wird weiß ich noch nicht. Eventuell bekommt er mit einem neuen Halter nochmal eine Chance. Abgesehen von der absolut grauenhaften Verarbeitungsqualität ist das Ding nämlich ein ganz tauglicher Auspuff.
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Aber es ist halt schon traurig, wenn ein windiges Billigteil sofort perfekt sitzt, ein teures Premiumbauteil aber nicht zu montieren ist. Mit dem Chinatopf habe ich jetzt jedenfalls wieder einen sauber passenden, absolut dichten Auspuff. Wenn das Wetter noch etwas mitspielt, sind also vielleicht noch dieses Jahr Abstimmfahrten mit dem Klingonenkreuzer möglich. 
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Heute war daran allerdings noch nicht zu denken. Denn es gab noch das Problem des völlig festsitzenden Gasgriffs. Das hatte nichts mit dem Unfall zu tun, sondern war das Werk des Abschleppwagenfahrers. Dieser hatte ja den Roller über den Lenker niedergezurrt, was man eigentlich niemals tun darf. Bei dieser Pfuschmethode, die jedoch aufgrund der völlig unzureichenden Ausrüstung des Bergefahrzeugs die einzige Option war, ist Schaden unvermeidlich.
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Zum Glück war jedoch der Lenker nicht verbogen (wie ich zunächst befürchtet hatte), sondern "nur" die Hülse des Gaswickels zerquetscht. Das lässt sich mit etwas Gefühl wieder ausrichten und so war der Gasgriff wieder freigängig und konnte angeschlossen werden. 
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Da ich noch eine andere, deutlich dringlichere, Reparatur zu machen hatte war das für heute dann auch schon alles. Wobei der Klingonenkreuzer im Grunde nicht mehr weit von der ersten Probefahrt entfernt ist. Es fehlen eigentlich nur noch die Hinterradbremse und der Luftfilter. Das sollte sich bei der nächsten Schraubersitzung machen lassen.
 
 
 
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slooowrider

2660 Posts
(Offline)
113
22. Oktober 2017 - 07:51

Peter und ich haben unsere Roller genau so gesichert für die Überführung in die Schweiz. Wenn man die Ratschen mit Gefühl bedient verbiegt man den Lenker auch nicht und wenn man darauf achtet, dass der Gasgriff von dem Spanngurt nicht überdreht wird, passiert dort auch nichts. Der Spanngurt bewegt den Gasgriff sowieso nur minimal. Also wir waren überzeugt von der Befestigungsmethode. Die Roller standen super stabil auf dem Hänger!

"Wer Freiheit aufgibt um Sicherheit zu gewinnen, wird beides verlieren!" | © Benjamin Franklin

Gast
114
22. Oktober 2017 - 11:52

Die Methode hat halt zwei Nachteile:

1. JEDER Fahrzeughersteller verbietet ausdrücklich das Niederzurren über den Lenker. Eben weil die Lenker dieser Form von Kraft auf Dauer nicht gewachsen sind. Bei Gusslenkern (Vespa) bricht zudem dann irgendwann das Mittelteil ohne Vorwarnung.

2. Es ist im Straßenverkehr nicht zulässig. Laut ADR muss ein KFZ das auf ein anderes verladen wird an seinen ungefederten Teilen gesichert werden. Sprich an den Rädern oder Achsen. Beim Krad bedeutet das, dass eine vorschriftsmäßige Sicherung am Aufbau nicht möglich ist. Wenn man es wirklich professionel macht, dann muss das Fahrzeug auf eine Standschiene oder in eine Vorderradklemme die für sich alleine in der Lage sind das Fahrzeug zu halten. Die Sicherung mit Gurten, vorne idealerweise an der unteren Gabelbrücke bzw. den Gabelholmen und hinten an der Federbeinwurzel oder über das Hinterrad wenn man die Bremse feststellen kann, dient dann nur noch als zusätzliche Sicherung gegen seitliches wegrutschen.

Genau darum will ich ja für meinen Anhänger für die nächste Saison noch eine Vorderradklemme besorgen. Meine aktuelle Methode, sprich vorne mit zwei Gurten an der Radachse und hinten mit je einem Gurt pro Seite am Rahmenheck bzw. der Gepäckträgerbefestigung, ist nämlich eigentlich auch nicht in Ordnung. Ohne Standschiene geht es aber nicht anders. Ich hab darum im Sommer allerdings auch ein Ticket kassiert (150€ und ein Punkt wegen ungesicherter Ladung, denn falsch gesichert gilt ja als ungesichert, was auch völlig i.O. ist, da ich wusste, dass es so verboten ist).

Gast
115
1. November 2017 - 16:57
Heute war das Wetter alles andere als berauschend, nass, kalt und grau, aber immerhin ohne direkten Niederschlag. Eine gute Gelegenheit, um den Neos endlich einmal zu fahren. 
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Zu meiner großen Überraschung läuft der Roller mit der eingebauten Abstimmung recht gut. Die Fliehgewichte müssen noch leichter werden, vom Vergaser her scheint es aber zu passen. Zumindest läuft er sauber, dreht ordentlich und kraftvoll hoch und zeigt keine Spuren von Überhitzung. Allerdings ist das derzeitige, sehr kühle und nasse Wetter auch nicht ideal für solche Tests. 
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Das Brennbild der Zündkerze ist aber vielversprechend. Eine längere Testfahrt muss ich zwar trotzdem noch unternehmen, aber heute kam es dazu leider nicht mehr. Es hatte nämlich zwischenzeitlich wieder angefangen zu regnen. 
04.jpg
Deshalb habe ich mich dann entschlossen, den Roller bis auf die Seitenkoffer zusammenzubauen. Zum Einen liegen so keine Teile mehr herum und zum Anderen ist eine mögliche Probefahrt bei Winterwetter mit vollständiger Verkleidung und Windschild deutlich angenehmer. Mal sehen ob es dieses Jahr noch was wird mit der Antriebsabstimmung, ansonsten muss ich das eben im Frühling erledigen. Es ist aber gut, dass der Klingonenkreuzer wieder beieinander ist, so kann ich mich beruhigt anderen Baustellen zuwenden.
 
 
Gast
116
23. Dezember 2017 - 13:12

 

 
Um den Klingonenkreuzer war es in letzter Zeit recht still, zu viele andere Baustellen waren zu erledigen und der Roller ist im Groben ja auch fertig und wartet auf das Frühjahr. Allerdings habe ich den Totalausfall beim Chinakracher genutzt um den Klingonen ein paar Tage im Alltag zu fahren. Das milde Wetter machte es möglich und die Testfahrten waren recht aufschlussreich. Heute habe ich den Roller dann mit zurück in die Werkstatt genommen.
 
01.jpg
Be den Testfahrten ging es vor allem um zwei Dinge. Erstens wie gut der Motor mit dem Airsalkit läuft und wie daneben die Antriebsabstimmung ist. Ersteres passt, der Roller läuft grundsätzlich gut, allerdings harmoniert die eingebaute Abstimmung (die ja noch für den Poliniauspuff ist) überhaupt nicht mit dem Chinatopf der aktuell montiert ist. Auf der Ebene läuft der Roller gut, aber bei der kleinsten Steigung bricht er ein, es braucht also (wie vermutet) deutlich leichtere Gewichte. Außerdem hat mir das zwar milde aber feuchte Wetter erlaubt zu testen, wie sich der fehlende Luftschnorchel auf die Wettertauglichkeit des Rollers auswirkt. Denn dazu gab es bisher keine Erfahrungswerte, der Roller war ja, seit dem Umbau, nur im Sommer gefahren worden.
10.jpg
In der Werkstatt habe ich darum zunächst Vergaser und Luftfilter ausgebaut. 
11.jpg
Zwei Dinge zeigten sich dabei. Der Vergaser hat keinen Dreck gezogen, die Luftfilterung ist also effektiv, auch mit dem eingebauten Malossi-Einsatz mit groberen Poren. Zudem war der Luftfilter immer noch sauber. 
12.jpg
Der Öleintrag ist beim Minarellimotor normal und nicht abzustellen, aber auf der "dreckigen" Seite des Filtereinsatz war kein auffallender Schmutz zu sehen. Obwohl ich den Roller ja seit dem Sommer gefahren und dabei auch unbefestigte Straßen benutzt hatte. Es waren auch keine Wasserspuren zu sehen. Den Schnorchel scheint man also bei meiner Nutzungsart problemlos weglassen zu können. 
13.jpg
Eine andere Sache die mich beim Neos schon länger störte ist die Elektrozentrale. Am Roller war früher ja einmal eine ganze Reihe von elektrischen Zusatzgeräten angebaut, diese sind jedoch nicht mehr vorhanden, der große Sicherungskasten damit nutzlos und zudem in sehr schlechtem Zustand. Überhaupt war die Elektrik, die ein Schwachpunkt des Modells ist, schon so oft geflickt und am Straßenrand wieder zum Mitarbeit überredet worden, dass eine Generalsanierung fällig wurde. Also raus mit dem alten Zeug.
14.jpg

Der Roller soll wieder, wie original, eine einzelne "fliegende" Sicherung bekommen. Außerdem eine gelöteten Verzweigung der Zeltralelektik in den abgesicherten Fahrzeugkreis und den ungesicherten Anlasserkreis.

15.jpg
Diesen Zustand habe ich jetzt erstmal mit Schnellverbindern nachgebaut. Natürlich wird das alles noch sauber verlötet, was eigentlich auch schon heute passieren sollte. Dummerweise gab gleich beim ersten Versuch der Lötkolben den Geist auf und einen Tag vor Weihnachten einen neuen kaufen ist dann nicht so arg toll, denn es geht in der Stadt zu wie irre. Also Baustopp und Weihnachtsferien auch an dieser Stelle, nach den Feiertagen geht es weiter.
 
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