Oberpfalz – Montenegro

ES WAR EINMAL….

ein kleiner verrückter 18 Jähriger!
Der wollte in den Urlaub nach Kroatien und weil er wenig Kohle hatte wollte er mit Freunden gemeinsam fahren.
Wie immer im Leben kommt es meistens anders – und noch öfters als man denkt!

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Die Freunde wurden Dünne.. die Einen hatten kein Geld die Anderen hatten ne Neue Freundin wieder andere „durften“ zum Bund!
Ich hatte das eine nicht (Geld und Freundin) und musste dass andere nicht (Bund) wollte aber unbedingt nach SÜDEN…
Ich hatte den 3er und den 1er ein Auto hatte ich nicht – mit einem Pärchen (zu dritt ….) wollte ich nicht!
Na gut dann Halt die „geerbte Kreidler“ Florett RMC!
Geplant, getüftelt und ausprobiert!
Dann den Freunden und Verwandten mitgeteilt ich fahre SELBST – nach Kroatien- Rijeka….
… im Kopf hatte ich ATHEN!
Die Ganze Meute hat mich endgültig für verrückt erklärt!- (mach nichts- ist nicht das Schlimmste!)

Also der Urlaub war fest -3 1/2 Wochen- Moped bepackt – 5 Liter öl 1000DM dabei – und den Roland Rückholschutz!
Die REISE – (eher Wahnsinn) kann beginnen.
Am Mittwochnachmittag los- Regensburg – Landshut – Rosenheim Kufstein Kitzbühel und den Pass Turn… – Heuhütte als Übernachtung abends um 8 – Fahrstrecke rund 350km – rund 7 Stunden -so sollte auch mein Durchschnitt sein – 50er Schnitt!

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Erste Nacht

 

Frühmorgens raus und zusammengepackt- weitergeht es Radstätter Tauernpass und dann Katschbergpass!
Mit 50ccm (kleines Schild) und auf Drehzahlreduzierung bedachtem Ritzel (länger nicht einfach).
Aber es ging! 1750m H.ü.N.N. danach der Katschbergpass 1640m – der war noch etwas Anstrengender – aber auch der war mehr oder minder kein Problem!
Ich war schon guter Hoffnung -alles würde EASY going…
Dann kam der Wurzenpass!
Den hatte ich schon 2 mal mit dem Auto gemeistert.. und wusste es wird nach der Kehre und dem Steilen Stück etwas kniffelig.
Zur Probe hab ich den steilsten Berg bei uns mit einem Freund „gemeistert“- also sollte der auch kein Stolperstein sein!
Hm – wie immer – der Mensch denkt…
Nach der Kehre war Stau- ich vom Gas runter und?- SCHLUSS…
Steht- also wieder zurück.. die Kreidler hat schon Rauchzeichen von sich gegeben.
Die Höhe- ich hatte vergessen dass die 2 Takter ja deutlich empfindlicher auf die dünnere Luft reagieren
18% Steigung und die 1078 Meter… – das kann ja heiter werden!
Beim 2ten Versuch mit den BEINEN – schiebend an den stehenden Autos vorbei- 10kmh- Geschafft….
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GESCHAFFT!

 

Und weiter geht es!
Den Pass runter immer schön vorsichtig -ich wollte die Bremsen ja nicht himmeln!-
Ersatz hatte ich dabei – ebenso wie diverse „kleinigkeiten“ – 5 Liter Castrol tts – 5 Liter Benzin und „Verschleißteile“ -sowie Werkzeug.

Kroatien.. mein Erstes Ziel erreicht!
In Jugoslawien wollte ich auf der Autobahn fahren.
Als ich den Polizisten an der Mautstelle sah wurde mir etwas mulmig…
Er lächelte Freundlich- 45 Kg Gepäck und der große Zylinder- er dachte wohl an wer weiß was.
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Jugoslawische Autobahn!

 

Dann endlich – Rijeka ohne Halt weiter.
Es war gegen 17 Uhr als ich den Sonnenstand „bewunderte“.
Irgendwie hatte ich nicht daran gedacht dass die Sonnenscheindauer… desdo weiter man nach Süden kommt immer mehr einem Tag – Nacht Gleichheit entgegenverschiebt.
Die Fahrt auch noch Richtung osten – und somit nochmal die Zeitverschiebung.
Dann wurde es schlagartig dunkel… – auch so eine Besonderheit- die Dämmerung ist keine je näher man am Äquator ist!
Der Scheinwerfer- wollen wir mal nicht reden!
Endlich ein Campinplatz! rechts ab- Richtung Meer. – Schotter 5km – ich war schon fast am Heulen.
Auf dem Platz drauf- nirgendwo eine Schranke oder ähnliches.
Das Zelt aufgebaut und nach einem Restaurant / Büro gesucht.
Büro gefunden- Restaurant- Fehlanzeige!
Also Hungrig ins Bett- am nächsten Tag mit der Sonne aufgestanden- und begonnen mir nenn Kaffee und eine „Konserve“ warmzumachen.
Es sollte anders kommen…

Die Frau aus dem Wohnmobil (damals uralte 60 Jahre alt) erblickte mich.
Bub wo kommst du denn her?
Ja wann bist du denn gekommen?
Hast du gestern Abend was gegessen hier gibt es ja nichts! – Ausser den Laden der um 10 aufmacht!
Ich – äh.. ne nix gegessen. gestern Abend – Regensburg (die Fragen beantwortend)
Der Mutterinstinkt hat wohl nur – nö nix gegessen verstanden.
Das gab einen Schönen Anschiss!-
Also mitkommen und erst mal in Deutscher Gründlichkeit den „oama Bua!“ wieder aufgepäppelt.
Von meinem Reiseziel hab ich nichts gesagt (ich denke sie hätte mich sonst nicht weiterfahren lassen)!

Um 8:30 Abfahrt.
An diesem Tag sollte ich was lustiges auf der Kustenstraße erleben:
Einen Chopperfahrer – den ich (obwohl er mich überholte – wie jedes andere Motorrad) grüßte überholte mich, es war gegen halb zehn.
Um kurz nach 1 überholte er mich zum zweiten Mal. -Ich grüßte wieder – er erwiderte abermals meinen Gruß nicht!
Da ich mit meinem 12 Litern (+5Liter Reserve) und einem Verbrauch von 2,5 Litern eine Reichweite von mehr als 400km hatte, musste ich auch nur 1 mal tanken- die 12 Stunden Fahrt vergingen im wahrsten Sinne des Wortes „im Flug“.
Pausen? wozu – trinken kann mit 65 Topspeed auch unterwegs und pulern? – alles rausgeschwitzt.
Als er mich um 17:30 zum 3ten mal überholte und ich ihn wieder grüßte ( ich wusst ja nicht wer es war ) wurde er neben mir langsamer – und er begutachtete mein „Gefährt“.
Koppschüttelnd gab er mir ein Zeichen und so fuhren wir Gemeinsam den nächsten Campingplatz angesteuert und gemeinsam den Abend verbracht!

Am nächsten Tag – ging es weiter. Split und Dubrovnik dann die Fährüberfahrt in der nähe von Tivat.

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Fähre…..
überall wo ich zum stehen kam war sofort ein lustiges Völkchen um mich versammelt!
Die Tagesreichweite reduzierte sich leicht auf rund 400km
Beim Tanken war das Personal (damals wurde man noch betankt!) verwirrt wen ich das Öl nachfüllte.
Der Tag verlief – bis auf eine Kleine Ausnahme ohne besondere Vorkommnisse-
Beim Überholen der Wohnmobile ist mir mal ein kleines Missgeschick passiert….. (die Kurve zu spät gesehen)
Aber gerade noch gut gegangen.

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Servus Adria!

 

Am nächsten Tag hieß es dann Abschied nehmen von der Küste!
Ich wollte ja nach Griechenland und dass hieß… Albanien umrunden
Den Pass rauf – mit Rückenwind und RICHTIG speed- freute mich bergauf mit 60-70 km/H wo sie doch sonst nur mit 60-65 fuhr.
Dann an dem schönen Großen See vorbei (Skadar) und dann den nächsten Pass.
Abzweigung nach Sarajewo…
Aber weiter nach Berane.. dort sollte mich dann mein Schicksal ereilen….
Ich hatte mich ja gefreut, dass die Kreidler so gut lief…
…einzig jedes mal, wenn ich vom Gas ging hatte ich Schwierigkeiten – als ob sie absaufen wollte.
An einer Kreuzung wo ich kurz warten wollte, war es so weit- es muss so gegen 17:00Uhr gewesen sein. Ich stand – die Kreidler auch!
Die Zündkerze patschnass – die Kreidler immer wieder keine Leistung.
Ich begann mit meinem Werkzeug einem Reperaturversuch.

Schnell erkannte ich, dass ich an meine Grenzen (des Schraubens) gestoßen bin.
Auf einmal hielt ein Polizeiauto neben mir.
Freundlich erklärte ich dass ich ein Zeltplatz brauch und das meine „Maschine“ kaputt sei!
Die Polizisten – die wohl eher russisch als Deutsch Englisch verstanden fuhren vor mir her.
Mit einem Trick konnte ich das absaufen verhindern. Immer wenn ich stehen bleiben musste drehte ich den Benzinhahn zu.
Nur die Polizisten wollten 100 fahren und bei mir war bei 50-55 „Schluss“.
So waren sie reichlich überrascht, bei meiner Reisegeschwindigkeit.
Irgendwann einigten wir uns auf 50…
Nach 10 Km waren wir bei einem Hotel – das auch ein Campingplatz angelangt.
Ich bedankte mich – die Polizisten lächelten…

Schluss des Tages – wie sollte es weiter gehen.
Hier reparieren lassen?
Die Jungs kannten Tomos – Kreidler- hat da noch nie einer gesehen.

Mein Gedanke am nächsten Tag:
1. Toll dass du eine Rückholversicherung abgeschlossen hast
2. Fahr zur Küste und genieß die Zeit

In Budva hatte ich von der Küstenstraße einen schönen Zeltplatz gesehen.
Also das sollte ich doch schaffen! Sind ja „nur“ 220km.
Das Wetter war schlechter geworden und das bekam der Kreidler noch weniger.
Immer öfter musst ich sie anschieben, mit dem Kickstarter lief sie nicht mehr.
An einer Ampel war es dann so weit: Schweißgebadet im Regengummi.
Die Kreidler war nicht mehr zu bewegen.
Mittlerweile hatte es zu regnen aufgehört. Die Sonne kam raus und ich versuchte die Kreidler anzuschieben.
Ich wollte schon aufhören als ich plötzlich erschrak!
3 Männer schoben mich!
Ohne dass ich um Hilfe gebeten hatten – verstanden sie meine missliche Lage!
Es wurde geholfen und SCHWUPP – sprang sie an- Anhalten ging nicht!
Noch heute weiß ich nicht einmal wie diese Männer ausgesehen haben.
– Dafür bekomm ich noch Pipi in den Augen!

 

Also wieder an dem Langen See „hindurch“! und oben dann auf den Pass- ich hatte es fast geschafft es war kurz nach Mittag die Strapazen forderten ihren Tribut.
Ich setzte mich an eine Bushaltestelle und machte mir mit dem Gaskocher eine Suppe.
Zug die Kombi aus und heulte.
Da geschah etwas was mich bis heute geprägt und beeindruckt.
Ein Mann kam auf mich zu lächelte mich an und gab mir eine Tomate, ein Stück Gurke, und ein hartgekochtes Ei.
Man mag sich einerseits vorstellen, was für ein Erbärmliches Bild ich dargestellt habe,
andrerseits hatte dieser Mensch mit Sicherheit „weniger“ wie ich.
Ich war so dankbar und lernte (vielleicht fürs Leben)

– Fremde sind Freunde die ich noch nicht kenne.

Ich mochte eigentlich keine Tomaten.
DIESE Tomate war die leckerste Tomate die ich je gegessen habe.
Dann war die Suppe fertig und ich aß sie.
Mit neuem Mut ging es weiter…
Noch rund 50 km sollten doch zu schaffen sein.

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An einer Bushaltestelle… – mit Tränen gemachtes Foto! Hunger Durst – HEIMWEH!

 

– immer öfter machte der Motor Fehlzündungen – bergab war es kein Problem – ich rollte eh den halben Berg runter.

Dann das Meer!- ich war Glücklich!
Der letzte Anstieg vor dem Campingplatz.
Mit rund 50 km/h eine Fehlzündung -plötzlich 10km/h einen Riesen Ruck – ich dachte – Kolbenfresser- daß war es- Moped die letzten Meter hochgeschoben – bergrunter genau bis in den Campingplatz gerollt.
Natürlich –war ich sofort „Platzgespräch“- das Zelt war ratz-fatz aufgebaut und viele Menschen boten mir ihre Hilfe an.
Ich war so dankbar und froh und erklärte dass ich noch mehr als 2 wochen zeit habe HEUTE aber auf keinen Fall mehr was an dem Moped machen will.
Ein paar Jungs – Dean und Stefan hatten mir beim Aufbau und beim Schieben geholfen.

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Wasserski!

 

Als ich fertig war – meinte Dean (ein James Dean verschnitt) – möchtest du Wasserski fahren.
Ich sagte ich bin zwar schon gefahren ABER – ich hab weder das Geld noch die Kraft – morgen vielleicht.
Morgen ist es zu spät und um das Geld brauche ich mir keine Sorgen zu machen – es handelt sich um einen Onkel der morgen aber wieder nach Hause fährt und Heute noch das Boot aus dem Meer holt.
Entweder heute oder eben leider nicht.
Ich wollte fahren…. – ich liebe die Gefahr.. gut das wird der Leser dieser Zeilen mitlerweile wissen.
Und so fuhr ich – der Onkel wollte sich einen Spaß machen und mich ins Wasser befördern – ich hielt fast 20min durch. Dann wurde ich „schwächer“ – er fuhr Richtung Strand und lies mich „vorschriftsmäßig“ stürzen.
Im Grillfeuerlicht verging dieser Abend mit Erzählungen und Geschichten meiner Odyssee!

Am nächsten Tag machte ich mich daran, die Kreidler zu zerlegen – genug Werkzeug hatte ich.
Als ich aber die Stehbolzen rausdrehen wollte bemerkte ich das einer schon so weit herausstand, dass ich mit dem Ratschenkasten die Mutter nicht mehr erreichte.
Ein Zeltnachbar der mir tags zuvor auch Hilfe zugesichert hatte – kam.
ER verstand nur wenig Englisch.
Ich erklärte mit Hand und Fuß – Zündkerze Nass – Fehlzündung – vermutlich Kolbenfresser.
Sein Gesicht verfinsterte sich.
– Wurde aber schnell wieder heller als er beim Kickstartversuch keinen Wiederstand hatte.
Also Kopf runter – Dichtungen sogar einen Satz Kolbenringe hatte ich dabei.
ER schaute sich die Laufbahn an und sagte nein- kein Fresser…
Der Zylinder war zwar etwas „unrund“ aber keine Spur von einem problem-
Im Gegenteil!- die feinen „löcher“ der Nickasil Beschichtung waren unberührt.
Einzig der Kopf hatte rund 1mm Ölkohle- ´wohl von der Schlechten Benzinqualität und dem Ständigen Fehlzündungen.
Also Stehbolzen wieder reingeschraubt, Kopf gereinigt Kopf angebaut –mit den Alten Ringen und den Vergaser aufgemacht.
Den Vergaser zerlegt.
Wo ich noch kein Hindernis gesehen hatte, hatte der Mechaniker plötzlich die Düse in der Hand.
Der Düsenstock hat sich mit samt der Düse locker vibriert.
Deswegen die „neuen“ Höchstgeschwindigkeiten und das absaufen bei Gaswegnahme.
Alles zusammen geschraubt Startversuch – lief.
Jedoch nur mit erheblichen Fehlzündungen.
Rätselraten – wie weiter.
Natürlich hatten unsere Reparaturarbeiten wieder Zuschauer angelockt.
Ein Mann bot seine Hilfe an.
Ich konnte mit ihm überhaupt nicht mehr reden –im Nachhinein hab ich erfahren er war Ungar.
„Mein Erster Monteur“, kam aus Mazedonien, konnte mit Hand und Fuß und mit einer „Zwischensprache“ reden.
Der Zweite Mann war Automechaniker und hatte schnell den richtigen Riecher.
Die Zündung war das Problem –der Unterbrecher hatte die Strapazen nicht schadlos überstanden. Die Kontakte waren „weggebrannt“.
Er stellte mir den Unterbrecher so weit ein wie es ging.
Lies mir aber für die Heimstrecke keine guten Nachrichten ausrichten.
Über die Pässe kommst du so nicht.
– egal! –ich konnte etwas weiterfahren. Und zumindest teilweise meinen Urlaub genießen.
Mein Versuch beide zu bezahlen löste Proteststürme aus! – Niemals würden sie Geld nehmen!- EHRENSACHE- ich kaufte beiden eine Stange Zigaretten und eine Flasche Schnaps!
Diese nahmen sie an – nicht aber ohne mich zum Abendessen einzuladen.

Fremde sind Freunde ….

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Am nächsten Tag machte ich einen Tagesausflug nach Sveti Stefan. Einem Schönen Ort (eine Art bebaute Insel) rund 40 km hin und zurück – die Kreidler lief!
Zwar deutlich weniger Leistung aber sie lief!
Ich konnte mit knapp 60 fahren.
Parallel hatte ich mit der Reiserückholversicher abgemacht, dass ich versuche so weit wie möglich heimzukommen. Und dann den Rücktransport selbst organisiere!
Damals schon machte der Roland (den ich als Versicherung nicht empfehlen kann) „Schwierigkeiten“- ob das Fahrzeug auf eigener Achse angekommen ist, ob es nicht verschrottet werden kann usw. und so fort- ob es überhaupt versichert ist –weil diese Versicherung eigentlich nur für Motorräder und Autos gilt!

WÜRG!

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Dean- der Frauenschwarm….

 

Es begannen die schönsten Ferien meines Lebens….
Ich war Jung, ich war frei, ich war ein Held!
Knapp eine Woche genoss ich Budva, James Dean und Stefan – und natürlich die Mädels – die wie Fliegen am DEAN hingen- mir egal.
Unvergessen auch die kleine Wienerin.

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Die kleine Wienerin….

 

Als Sie am Ende der ersten Urlaubswoche wieder weg musste, wurde mir auch meine Heimreise klar.
Ich beschloss auf mehrere Etappen heim zufahren.
Der Abschied von Budva ist mir immer noch in lebhafter Erinnerung.
Zwischenzeitlich habe ich es auch geschafft mich bei einem Stunt mächtig auf´s Maul zu legen – was man (n) nicht macht um Mädels zu beeindrucken…
Ich fuhr also zurück- nach Biograd!- von Dejan (wie er eigentlich heißt) und mit dem mich eine Freundschaft verbindet habe ich NIE wieder was gehört.

 

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Gleich „dabei“!

 

Die 450 Km Fahrt ging mehr oder minder unspektakulär zu Ende- den Zeltplatz fand ich schnell und er war schön.
Wieder einmal war ich auf dem Zeltplatz schnell „bekannt!“
Es war eine Jugendgruppe mit 10 Jungs und Mädels aus Deutschland – Berlin die mich herzlich aufgenommen hat.
Und so geschah es, dass ich mit 2 Jungs – also zu dritt auf der Kreidler vom Campingplatz.

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„ein Mitfahrer!“

 

Ich Vorne am Tank der Zweite hat geschaltet und „etwas“ gebremst und der dritte auf dem Gepäckträger.
Da sie ja mit dem Bus angereist sind, keiner war so alt wie ich- alle eher ein zwei Jahre Jünger waren sie entweder auf den Bus angewiesen oder auf andere Camper.
Wir fuhren als zu dritt auf dem Moped in die nächste Stadt und in einer Kurve kamen mir Leute entgegen die Wildgestikulierend mir Zeichen gaben – aber in der Kurve – in der Konstellation? – ich konnte unmöglich stehen bleiben.
Am Ende der Kurve sah ich warum ich zum anhalten bewegt werden sollte.

POLIZEIKONTROLLE!

Tja.. der Gesichtsausdruck der beiden Polizisten verhieß nichts Gutes!
Der erhobene Zeigefinger ist wohl international.
Also Papiere – gut ich alles rausgekramt
Reisepass
Versicherungsschein
Grüne Versicherungskarte (dass war ein Spaß wie ich denen erklärte was ich vor hatte und für welche Länder sie gelten musste)
Führerschein und
Betriebserlaubnis. (kannst du einen Gegner nicht besiegen – verwirre ihn!)
Es half nichts – der Jüngere der beiden Polizisten, war zwar etwas überrascht der vielen Papiere, gab mir dann aber alles zurück bis auf:
Reisepass und Betriebserlaubnis.
Natürlich hatte keiner von uns einen Helm auf! Dies schien aber den beiden egal zu sein.
Der Ordnungshüter deutete auf die Zeile – SITZPLÄTZE: 2….
Ich lächelte verlegen!
– Dann ging er zum 2ten Kollegen und beratschlagte meine Strafe –oder wie es mit mir wohl weiter gehen sollte.
Nach ein Paar Minuten kam er zurück.
Er erklärte mir dass man in Jugoslawien nicht zu dritt fahren darf und dass Helmpflicht besteht!
Die Strafe beträgt 25.000 Dinar und ich dürfte (zwar ohne Helm) aber nur noch mit einem Mitfahrer weiterfahren.
Kurz überschlug ich, wie hoch die Strafe war.
Die Inflation galoppierte damals.
Aber es waren – EINEMARKSIEBZIG!
Ich wusste nicht ob ich lachen sollte!
Konnte es aber dennoch unterdrücken.
Ich machte einen besorgten und traurigen Eindruck – zahlte und fuhr mit einem weiter – holte dann den zweiten. Der Polizist winkte mir freundlich hinterher.
So kam es, dass ich eine amtliches Dokument besitze für meine Fahrt.

Fotos hab ich auch ein paar – leider im schlechten Zustand – und leider nicht ansatzweise die MENGE die ich im Nachhinein gern gemacht hätte (dies nur am Rande).

Bei einem meiner Ausflüge, dich ich grundsätzlich, mit kurzer Hose und T-Shirt – aber Nierengurt gemacht habe war es dann so weit:
Im Kreisverkehr ein netter Mensch hat es etwas zu eilig gehabt und ich musste bremsen.
Auf den rutschigen Teer in Schräglage kam es wie es kommen musste, ich stürzte.
Beim aufheben bin ich dann von der falschen Seite an die Kreidler und hob sie ungeschickt auf.
So kam es dass ich mir die Kühlrippen „eindrucksvoll“ in mein Schienbein eingearbeitet hab. HEISS und Geschnitten!
Na toll – es sollte mich aber nicht weiter stören…
Regelmäßig badete ich im Meer und hatte meinen Spaß die Wunden heilten überraschend gut.
Die Zeit verging im Flug zumal ich mir für jeden Tag was anderes vorgenommen habe.

Eines Tages fuhr ich nach Zadar.

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Suchspiel: Wo ist der Polizist?

 

Um dort auf dem Hauptplatz mit dem nächsten Polizisten in Konflikt zu geraten.
Ich wunderte mich, warum es sich staute und schlängelte mich „sanft“ durch die Meute.
Plötzlich stand ein weiß gekleideter Mann auf der Straße und bedeutete mir anzuhalten!
Ich dachte mir – was will der „Leichtmatrose“ den von mir?
Es war der Verkehrspolizist!
Nach dem ich ihm erklärte dass ich ihn falsch verstanden habe und ich mich mit meiner Anfahrtgeschichte schön Wetter gemacht habe – lächelte er!
So durfte ich „straflos“ weiterfahren.
Nach dem die Woche sich dem Ende neigte und die Gruppe am Sonntag den Platz per Omnibus verlassen musste, hatte ich für mich beschlossen als erstes Abschied zunehmen.
Auch diese Freunde sind mir nah gegangen.
Ohne sie würde ich mich einsam fühlen.
Andersherum wären sie ja immer noch eine stattliche Gruppe!
Nur der kleine verrückte Bayer würde fehlen – so fuhr ich am Samstag der 2ten Woche weiter Richtung Norden- gen Heimat –wohlwissend – dass ich ja noch die Heimreise organisieren musste.

Die Strecke von Biograd nach Rijeka/Opatja war rund 250 km lang. Keine gefährlichen Steigungen oder ähnliches.
Einfaches Spiel…- so dachte ich!
Es war ein heißer Tag, die Küstenstraße war wie immer voll.
Die Autobahn über die Berge gab es ja noch nicht.
Es kam immer wieder zu Staus, welche ich aber praktisch mit ungebremster Geschwindigkeit passierte. –Links vorbei…

Dieser Stau soll anders sein.
Ich war gerad am Ende des Staus, welcher vielleicht aus 30 Fahrzeugen bestand, angelangt, als ich die Ursache sah.
Ein Motorrad lag am Boden.
Der Fahrer stand daneben.
Die Beifahrerin lag jedoch auf der Erde.
Da ich ja „frisch“ den Erste Hilfe Kurs gemacht hatte und nur 1-2 andere Motorradfahrer hielten ging ich ebenfalls hin.
Meinen Erste Hilfe Kasten hatte ich dabei…
Die Frau schrie fürchterlich.
Ein Auto ist links abgebogen und hat den überholenden Motorradfahrer schlicht übersehen.
Der „Biker“ war geschockt er sagt immer wieder der Dosenfahrer hat nicht geblinkt- was dieser am vehement bestritt.
Als ich dann sah, warum die Frau nicht mehr aufstehen konnte, verstand ich ihre Schmerzen.
Während der Fahrer es noch „vorbei geschafft“ hat blieb die Beifahrerin an der Stoßstange hängen und hatte sich einen offenen (!) Schien- Wadenbein Bruch zugezogen. Zu meinem Überraschung hielt sich die Blutmenge in Grenzen, der herausstehende Knochen sah aber mehr als furchtbar aus.
Ein Freund des Pärchens versuchte notdürftig die Wunde mit Mull und Verband zu bedecken.
Ich gab der Frau von meinem Wasser und versuchte sie zu trösten.
Was mir, aus verständlichem Grund, praktisch nicht gelang.
Ein anderer Motorradfahrer hatte sich sofort bereit erklärt Hilfe zu holen.
Dennoch sollte es fast 45 Minuten dauern, bis der Rettungswagen gekommen war.

Wie gesagt: es war dies ein typischer Sommertag mit rund 35° im Schatten – nur dass nirgendwo Schatten war!
Wir versuchten die Italienerin soweit wie möglich in eine stabile – bequeme Lage zu bringen.
Was angesichts des großen Rucksacks praktisch unmöglich war. Wir schnitten die Bänder auf und zogen das Gepäck unter Ihr hervor.
Sie brüllte wie am Spieß, was im nachhinein betrachtet wohl gut war, so hatte sie „nur“ Schmerzen und nicht die Wirbelsäule verletzt.
Das Problem der Hitze gingen wir als nächstes an.
Wir nahmen das Zelt der Verunfallten und packten es aus.
Da die Verletzte im Straßengraben lag, haben wir das Zelt hochgehoben um Schatten zu spenden.
Wer schon mal die Arme 10 Minuten nach oben gehalten, ohne jegliches Gewicht, kann sich vorstellen wie anstrengend diese „Übung war“.
Wir wechselten uns zwar zu viert ab (jeweils zu zweit) aber dennoch verging die Zeit wie in Zeitlupe.
Endlich kam der Rettungswagen.
Einen Arzt konnte ich bei der „Truppe“ nicht erkennen.
Sie gingen auch Recht „grob“ mit der Verunfallten Italienerin um.
Innerhalb von 5 Minuten war sie im Auto – und vom Unfallort weggebracht.
Einzig eine Infusion und eine Schmerzspritze hatte sie bekommen.
Die Zurückgebliebenen standen wie begossene Pudel rum.
Das Motorrad wurde auf einen Lkw geladen.
Dann kam einer der Mitfahrer der etwas Deutsch konnte zu mir bedankte sich herzlich und sagt ich könne jetzt weiterfahren.
Was ich auch tat- Ich habe nie erfahren wie die Sache ausgegangen ist.

Zurück auf der Kreidler packte mich das Heimweh.
Die Nächsten KM – durfte ich wieder mit den Tränen im Gesicht kämpfen.
Ich hatte natürlich einen Schock – konnte damit aber nicht richtig umgehen.
Andererseits war ich hinterher froh, dass ich gleich weitergefahren bin….

Die paar Tage die ich dann in Opatja verbrachte, wurden überschattet von dem Kummer um die Italienerin und die Gedanken wie ich über die hohen Pässe kommen würde.
Ich hatte zwar die Rückreise vereinfacht- da ich den Katscherberg und Radstätter Tauernpass umgehen wollte, dennoch machte mir der Wurzenpass und die Autobahn in Kroatien Sorgen.
Liegenbleiben und dann von der Polizei erwischt zu werden- auf der Autobahn?
Dennoch hab ich auch die 3-4 Tage an der Kvarner Bucht irgendwann genossen.
Mit gemischten Gefühlen machte ich mich auf den Weg.

 

Immer häufiger begann die Kreidler wieder mit ihren Fehlzündungen.
Ich hätte mir in den Hintern beißen können!
Wäre ich nicht so weit gefahren.
Hätte ich den Doofen Unterbrecher als Ersatzteil mitgenommen.
Ich hatte Schlauch, Bremsen, Seilreparatur, Birnen und soviel Mist dabei… alles unnötig!- Alles Ballast bis auf die Dichtungen des Vergaser und des Motors
Wenn ich nur nicht so viel „rumgefahren“ wäre, als ich schon wusste dass es knapp wird.
EGAL ich musste Heim!
Ich legte mir einen Plan zurecht.
Ich wollte bis Österreich und dann abschleppen lassen.

Vor der Autobahn war der schöne Plan dann Makulatur.. es ging nicht mehr!
In Postojna wollte ich dann versuchen nochmal den Unterbrecher einstellen zu lassen.
Ich fragte also einen Polizisten auf Englisch ob er mir eine Werkstatt zeigen könnte.
Nach längerem Hin und Her – der Herr war schon fast sauer, fragte er:

SPRECHEN SIE AUCH DEUTSCH?

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Mopedwerkstatt!

 

Mich traf halb der Schlag!
Nach dem dritten Versuch die Wegbeschreibung zu verinnerlichen: links links recht dann gerade und wieder links vorher aber rechts…..
Sagte mir der Polizist er werde mitgehen – ich sollte aber keine großen Hoffnungen haben- Kreidler gibt es hier nicht!
Und ob mir der Alte Mann helfen kann ist mehr als fraglich!
Angekommen musste ich feststellen dass die „einleitenden“ Worte kein Deut übertrieben waren!
Der „Mechaniker“ war rund 70 (gefühlt und optisch eher 80) Jahre alt und verstand nicht einen Knopf –Deutsch oder Englisch.
Dennoch! Er war sehr freundlich.
Er zeigte auf den Tank – KREIDLER? – Dann auf sein Schild über der „Werkstatt“
TOMOS! Danach zuckte er mit den Schultern und holte sein Werkzeug!

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– DANKE! „alter“ Mann!

 

Zuerst mal sollte ich beschreiben wie der Raum der als Werkstatt dienen sollte!
Man stelle sich einen Raum vor mit 3 Meter breite und 5 meter länge –rechts und links ein Tisch!
Eine Holzkonstruktion die als Arbeitsplattform dienen sollte in der Mitte.
Im Raum verteilt 5 Mopeds auf den Tischen, eine Glühbirne mit 60W ohne Fenster. Die Wände haben vor Hundert Jahren einmal Farbe gesehen und am Boden waren Öl und andere Flüssigkeiten zu sehen.

Da ich die Kreidler nur schwer Gepäckfrei bekam und wir sie so nicht auf die Arbeitsbühne bekamen knieten wir uns hin.
Ich deutete auf die Zündkerze und dann auf das Kabel – und fuhr solange entlang bis wir bei dem Deckel waren, wo der Unterbrecher war.
PROBLEM!- Das Wort scheint doch „international“ zu sein.
Jedenfalls demontierte ich den Seitendeckel, er den Deckel der zur Zündanlage ging.
Plötzlich erhellte sich sein Gesicht – er fing zu lachen an!
BOSCH!?!?? – BOSCH – GUT!!!
Ich verstand zuerst nicht. Dann jedoch kam er mit einem Abzieher demontierte den Anker und den Unterbrecher.
Er ging – jedoch nicht in seine Werkstatt!
Es dauerte keine 10 Minuten und er kam mit einem Unterbrecher zurück!
Bosch!- Dann deutete er auf die „Reperaturkandidaten“ die allesamt in einem erbärmlichen Zustand waren. Einer nach dem anderen bedeutete er – BOSCH, Bosch Bosch… ich verstand- die Tomos hatten ALLE dieselbe Zündanlage wie ich!
Der Unterbrecher war 5 Minuten später an Ort und Stelle.
Weiter 10 Minuten später war die Zündung eingestellt und alles wieder fertig montiert.
Als ich dann noch den Preis erfuhr war ich endgültig soweit!
VIERMARKFÜNFZIG!- wenn ich dass in Berane gewusst hätte….
So war ich aber auch glücklich. Ich lachte und der Alte Mann lachte – wir waren beide glücklich – ich, weil ich wusste ich könnte es jetzt schaffen und er weil ICH so glücklich war.
Fremde sind Freund die ich noch nicht kenne….
Ich musste natürlich noch erklären, wo ich herkam und wo ich zuhause bin.
Das „Gespräch“ dauerte deutlich länger als die Reparatur.
Aus meinem „Schmugglerbestand“ gab ich ihm noch 2 Schachteln Zigaretten und verabschiedete mich!

Ab ging es auf die Autobahn.
Dort wurde ich von 5 Motorrädern überholt.
Ich winkte aber keiner winkte zurück.
Ein paar Kilometer Später, kurz vor dem Autobahn Ende bei Ljubljana stand, ein Motorrad.
CW – Kennzeichen ein Japanischer Joghurtbecher.
Ich hielt an und fragte ob er Hilfe brauchte.
Er erwiderte eigentlich nicht seine Freund wären schon unterwegs und würden Sprit holen.
Ich sagte ich hätte 5 Liter dabei- allerdings Gemisch (1:50).
Wir befüllten seinen Tank mit meinem Benzin und fuhren dann gemeinsam weiter zur nächsten Tankstelle, wo seine Freunde in einer Schlange anstanden.
Als wir getankt hatten musste ich meine Geschichte, die ich dem Gestrandeten bereits „grob“ erzählt hatte, in aller Ausführlichkeit erzählen.
Die „Harten Biker“ staunten nicht schlecht als sie Feststellen mussten, dass einer mit ner 50er rund 750km mehr gefahren ist wie sie.
Ihre Reise endete bereits in Split!

Da ich aber noch an diesem Tag über den Wurzenpass kommen wollte die Calwer aber durch den Karawankentunnel fahren wollten, trennten wir uns recht schnell wieder.
– Nochmal auf die Autobahn – ca 70 km –dann kam der Wurzenpass vor dem ich richtig Manschetten hatte!
Die Südseite war jedoch zur Nordseite ein Klacks.
Wie ich aus den vorangegangen Fahrten mit dem Auto wusste, sind dort Abschlepper die die Autos gegen Gebühr hochschleppten.
Ich hatte schon fest damit gerechnet, dass ich diesen Hilfsdienst in Anspruch nehmen durfte.
Dies war zu meiner Überraschung nicht der Fall!
Die Kreidler lief wieder recht anständig.
Der alte Mechaniker hatte seine Arbeit gut gemacht.
Oben angekommen überschlug ich mein Restgeld und kaufte dann ein…
7 Stangen Zigaretten und 5 Flaschen Schnaps.
Zu alle dem hatte ich auf den Campingplätzen 3 Weinflaschen geschenkt bekommen.
Ich musste also all meine „Packkünste“ aufbringen um alles unterzubringen.
Die Deutschen Zöllner würden nicht auf die Idee kommen, dass ich was schmuggeln würde.
Den Wurzenpass langsam runter- lebhaft war mir der Notausgang am Ende er Gefällstrecke in Erinnerung, fuhr ich meinem Tagesziel entgegen.
Ich hatte beschlossen hinter Villach – irgendwo auf der grünen Wiese zu zelten.
Als es wieder dunkel wurde, fuhr ich in einen Feldweg um hinter einem Stodl mein Zelt aufzuschlagen.
Zum Letzten Mal machte ich mir eine Packung Fertigmalzeit von Aldi „Cevapcici“ warm.
Meine Notration Schokolade die mehr oder minder eigentlich als Tafel nicht mehr zu bezeichnen war verspeiste ich ebenfalls.
So viel ich dann in einen festen Schlaf.

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Übernachtung in Österreich

 

Am nächsten Tag stand ich früh auf –die Wetterlage hatte sich drastisch verschlechtert..
Es regnete in Strömen!
Ich zog mich also an, inkl. Regenkombi und baute das Zelt im Regen ab…

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so wie jeder Motorradfahrer „gerne“ fährt!

SCHRECKLICHES HEIMWEH überfiel mich…- wieder war ich den Tränen nahe.
Wie sollte ich bei diesem Wetter die Berge schaffen.
Vorher hatte ich ja schon beschlossen die Zugverladung Böckstein- Malnitz zu fahren. Dennoch war dass eine Art Pass und dann noch der Pass Thurn.
Mit gemischten Gefühlen fuhr ich los.

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Im Zug… 

 

Mallnitz war nach knapp 2 Stunden erreicht- wieder einmal hatte ich Glück!
Der Schaffner hatte Mittleid und lies mein „Motorrad“ als Fahrrad kostenlos durchgehen, vor allem der Zug war praktisch abfahrbereit!
Ich fuhr mit 5 Anderen Motorradfahrern im Transportwagen bei den Fahrzeugen Stehend durch den Tunnel.
… zum ungezählten Male musste/durfte ich meine Geschichte erzählen…
Am anderen Ende des Tunnels angekommen fuhren wir wieder los.
Die Sonne hatte uns wieder!- Die Tauern sind eine Wetterscheide!
Der Regen ist auf der einen Seite und die Sonne auf der anderen.
– Bergab machte es natürlich doppelt Spaß, zumal ich den Regenkombi ausgezogen hatte…
Der Pass Thurn war schnell geschafft!
Dann noch bei meiner Stammpension vorbeigefahren….

Fr. Taxer aus Wörgl kannte mich schon von klein auf!
Ich erzählte natürlich von meinen Erlebnissen.
Sie wollte dass ich noch eine Nacht bei ihr verbringe- ich wollte HEIM!
Zumal es nur noch rund 250 km waren.
So verabschiedete ich mich und fuhr wieder los.

Die letzte Etappe verging wie im Flug.
Und so kam ich Samstagabend, geschafft aber glücklich nach Hause.
Meine Kreidler hatte mich wieder heimgebracht!

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Schmuckelgut und Essen!- DAHEIM!

 

…. Und wenn er nicht gestorben ist- träumt er noch heute von dieser ereignisreichen Tour….

für wahr: Ein Märchen war es nicht!
Es ist alles so erlebt- nichts dazu! – nur manche Sachen „vergessen“

 

Kleine Anmerkung… für die jüngeren Leser unter Euch (wenn es denn einer gelesen hat)
– Diese Reise fand zu einer Zeit statt, wo es noch kein Navi, keine Handy und keine EC Karte gab! Sicherlich hat diese Tatsache auch dazu beigetragen dass es zu einigen Gegebenheiten gekommen ist, die die Fahrt heute SO nicht mehr „erlebbar“ machen würde.
Andererseits hatte dieses auf sich allein gestellt gewesen zu sein einiges in mir verändert!
– Im nachhinein- betrachtet musste ich feststellen – ich war NIE –allein!
Nur kannte ich die Leute noch nicht!
DENNOCH… seid Jung und wild – traut euch…!
– Ich versuche auch heute noch – verrückt zu sein!
– Ein paar mal ist es mir nach dieser Reise gelungen.
Ich hoffe dass ich nochmal die Gelegenheit bekomme – wieder einmal zu fahren!
Und alle anderen Menschen zum Kopfschütteln zu bringen!

 

So Jungs… ein Paar Fehler hab ich bemerkt… also ich die Fotos anschaute…
will sie aber jetzt mal reinstellen

http://s1332.photobucket.com/user/Alex_SAD/story/19385

Ein Gedanke zu „Oberpfalz – Montenegro“

  1. Hammertripp. Ich vermisse das alte Jugoslawien. Ich bin schon gefühlte Tausend mal dort unten gewesen. Allerdings mit dem Auto, wohlgemerkt. Wenn ich ein paar verrückte finden sollte, dann vielleicht mit dem Roller.

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