Archiv der Kategorie: Werkstatteinrichtung

Umräumung, Strom und Licht

Vor ein paar Wochen war Markus zu Besuch und hat mir beim Zusammenbau des Giggle-Motors geholfen. Seit dem ging nun wieder einiges vorwärts. Weniger am Giggle, sondern mehr an der Werkstatt selbst.

Gefallen hat mir einiges nicht mehr. Der Strom wurde noch von meinem Opa verlegt und war nicht mehr zeitgemäß. Außerdem waren viel zu wenige Steckdosen vorhanden und wenn, an den falschen Stellen.

Des Weiteren war das Licht in der Werkstatt äußerst armselig. Auch hier brauchte ich eine bessere Lösung.

Zu guter Letzt wollte ich noch die komplette Werkstatt umgestalten. Die Werkbank hatte ich unterhalb des Fensters platziert, damit ich genügend Licht hatte. Allerdings schaute ich beim Arbeiten nun gegen das Licht, was nicht besonders prickelnd war. Die Werkbank hat auch eine gewisse Tiefe, was die sowieso schon schmale Werkstatt noch schmaler machte. Für das Schrauben am Roller war einfach zu wenig Platz. Inzwischen hatte sich auch mehr als genug Unordnung gebildet und unnütze Dinge mussten aussortiert werden.

In mehreren Tagen Arbeit ist die Werkstatt komplett umgestaltet worden. Es war wahnsinnig viel Arbeit

Angefangen mit den neuen Scheinwerfern a 50W LED-Leistung. An jedes Modul habe ich einen Schuko-Stecker angebracht.
8x 50W ergeben 400w LED-Licht. Auf den Lichtschalter kann ich nun „Sonne an“ schreiben.
Das Hauptlicht im Raum wird von 4-fach Steckdosen befeuert, welche den Strom verteilen. Diese Lösung habe ich so ausgeführt, damit ich defekte Lampen schnell ersetzen kann. China-LEDs halten erfahrungsgemäß nicht besonders lange.
Eine zweite LED-Batterie befindet sich noch über der Werkbank.
Optisch unschön ist der Werkstatt-Hauptschalter gelungen. Dieser schaltet die Werkstatt komplett stromlos, mit Ausnahme des Lichtes.
Jede Steckdose hat ihren eigenen Ein-/Ausschalter bekommen. Zwei Drehstromsteckdosen werden das Schweißgerät und meine Ständerbohrmaschine versorgen.
Weitere 3 Steckdosen habe ich in der selben Bauweise bei der Werkbank angebracht. Siehe nächstes Foto.
Nach dem Umräumen ist der Raum viel besser aufgeteilt. Hinten befindet sich der Werkbereich. In der Mitte des Raumes ist nun viel mehr Platz für den Roller. Den Platz habe ich hauptsächlich durch den Austausch der großen Werkbank links gegen die schmalen Regale rechts gewonnen.
Meine Werkzeugwand muss ich wohl oder übel auch nochmals überarbeiten.
Der Kompressor, wie auch die Gasöfen finden unter der Werkbank Platz.
Auf der rechten Seite hintern den Regalen ist das kleine Schränkchen mit einem kleinen Schraubstock und dem Schleifbock.
Das Materiallager oben ist nun komplett entschlackt. Unnützes musste weichen. Links am Rand steht nun das Schweißgerät.
Das ist mein Maschinentisch. Dieser ist im Moment noch zweckentfremdet als Teilelager. Später wird dort mein großer Schraubstock montiert werden. Flex und Schweißarbeiten sollen hier erfolgen. Die Ständerbohrmaschine seht noch provisorisch auf einem Stuhl. Mir fehlt leider ein kleiner, niedriger und stabiler Tisch für das gute Stück. So einen Tisch muss ich noch irgendwo ergattern.
Mit Roller in der Werkstatt ist am besten erkennbar, wie viel mehr Platz ich nun habe.
Meine Hebebühne habe ich noch gar nicht vorgestellt. Sie ist aus einem alten Krankenhaus-Bettgestell gebaut und lässt sich mit einem großen Zylinder händisch leicht hochpumpen. Das war ein unglaubliches Schnäppchen auf Kleinanzeigen und ich liebe diese Bühne. Allerdings war es ein Abenteuer diese in meinem PT Cruiser vom Schwarzwald nach Hause zu transportieren.
Insgesamt bin ich sehr zufrieden. Hoffentlich komme ich nun wieder dazu die Werkstatt auch ordentlich zu nutzen.
Die Ständerbohrmaschine hatte ich gebraucht gekauft. Sie war vorher komplett restauriert worden. Leider schlug der Bohrer sehr stark. Wie man sieht, fast 0,5mm. So kann nicht gebohrt werden.
Um Herauszufinden, ob das Bohrfutter einen Schlag hat oder die Bohrspindel krumm ist, habe ich die Messuhr oben angesetzt. Siehe da, nur noch fünf Hunderstel Schlag. Puh, Glück gehabt, es scheint nur das Bohrfutter zu sein.
Endgültig bestätigt hat mich das Messen direkt im Konus. Zwei Hunderstel Schlag sind vollkommen in Ordnung. Also wurde ich beim Bohrfutter übers Ohr gehauen und mir wurde B-Ware verkauft. Bei dem starken Schlag eigentlich Z-Ware.

Schraubstock die 2.

Inzwischen ist der Schraubstock vollständig entlackt und mit Hammerite gestrichen worden.

Schraubstock2
Ich habe ihn an die spätere Position gestellt und er wird nicht mehr bewegt. Das Teil wiegt schließlich 45kg.

Leider hat sich herausgestellt dass der „Anker“, also das Gegenstück für die Spindel, defekt ist. Das Gewinde ist total ausgenudelt. Der Schraubstock hat wohl in seinem Leben schon stark gearbeitet. Also wird das neu angefertigt. Gut dass es austauschbar konstruiert wurde.

Schraubstock3
Fast schon perfekt…

Neuer Schraubstock

Ich habe zwar schon einen Schraubstock in der Werkstatt, dieser befindet sich aber auf einer kleinen Komode statt auf der Werkbank und ist mit meiner kleinen mobilen Abkantbank belegt.
Also musste ein schöner, großer, schwerer, stabiler und vor allen Dingen alter Schraubstock her.
Gefunden, gekauft und für gut befunden:

SchraubstockDer blaue Lack gefällt mir nicht. Das passt nicht zu dem guten Stück und ist auch etwas lieblos draufgepinselt. Auf dem Foto sieht man, dass ich ihn schon teilentlackt habe. Leider geht das mit Drahtbürstenaufsätzen für den Winkelschleifer nicht sehr gut. Die sind sofort abgenutzt und kosten gutes Geld. Genauso ist es einem Schleifvlies für den Winkelschleifer ergangen.
Also werde ich wohl die Sandstrahlpistole bemühen müssen, welche seit Jahren bei mir im Regal gammelt. Mal sehen ob das klappt…

Schraubensortiment

Über die Feiertage könnte ich keinen Krach machen, also hatte ich etwas Zeit für das Sortieren und Beschriften meines Schraubensortiments.

EdelstahlsortimentWas mich am Giggle, und auch an allen anderen Fahrzeugen, nervt sind die vielen verschiedenen Schrauben, Clips und andere hanebüchene Befestigungen, nur um am Fahrzeug ein paar Cent zu sparen.
Um auf Tour schnell losgerüttelte Schrauben ersetzen zu können, tausche ich viel genutzte Schrauben gegen V2A-Schrauben aus. Als Antrieb kommt für mich nur Torx in Betracht, alternativ Sechskantkopf.

Das neue Beschriftungsgerät ist super. Ordnung muss sein. 😉

Krusch

Für die Seitenkoffer brauche ich bald Blindnieten. Also habe ich welche bestellt und hatte Glück. Das 500er Gebinde von Gesipa war im Angebot. Es sind zwar 4,8mm Nieten und ich hätte eher Kleinere gewollt, aber Angebot ist Angebot.

KruschDes Weiteren gabs noch einen Kantenentgrater für Blech und einen Handsenker.
Aluminiummuttern M6 brauche ich auch. Vor allem dann für das Riffelblech-Trittbrett.

Sehr lustig sind die Blindnietmuttern M6, ganz rechts. Die habe ich nur auf Verdacht gekauft und weil ich sie sehr lustig finde. Tolles Zeugs. Die funktionieren genau wie normale Blindnieten. Durch den Anzug der Schraube deformiert sich auf der Rückseite des Bleches die Mutter, drückt sich breit und klemmt das Blech zwischen Flachkopf und Wulst ein.